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Deine Geburt in einer Babyfreundlichen Klinik

Hier erfährst du, was dich erwartet - und warum dein Baby den besten Start bekommt.

Du musst dir das nicht alles merken. Lies, was dir jetzt gerade hilft. Den Rest findest du hier, wenn du ihn brauchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dein Baby kommt direkt nach der Geburt auf deine Brust - Haut auf Haut. Das stärkt eure Bindung und hilft beim Stillstart.
  • Du wirst nicht allein gelassen. Das Team begleitet dich kompetent und aufmerksam.
  • Dein Baby bleibt bei dir - Tag und Nacht. So lernst du seine Signale kennen.
  • Babyfreundliche Kliniken arbeiten nach den 10 Schritten von WHO und UNICEF. Das ist ein weltweiter Qualitätsstandard.
  • Auch wenn nicht alles nach Plan läuft: Du bekommst die Unterstützung, die du brauchst.

Willkommen im Leben

Die ersten Stunden und Tage mit deinem Baby sind einmalig. Alles ist neu, aufregend und vielleicht ein bisschen überwältigend.

In einer Babyfreundlichen Klinik arbeiten alle daran, dass du und dein Baby einen guten gemeinsamen Start habt. Das Team hört dir zu, informiert dich und begleitet euch - in eurem Tempo.

Studien zeigen: Mütter, die in Babyfreundlichen Kliniken entbunden haben, sind zufriedener, fühlen sich besser informiert und können erfolgreicher stillen.

Haut auf Haut - direkt nach der Geburt

Direkt nach der Geburt kommt dein Baby auf deine nackte Brust. Das nennt sich Haut-zu-Haut-Kontakt, und es ist eines der wertvollsten Dinge, die in diesen ersten Minuten passieren können.

Dein Baby spürt deinen Herzschlag, deine Wärme, deinen Geruch. Es kann sich beruhigen und ankommen. Oft beginnen Babys in dieser Situation ganz von selbst, nach der Brust zu suchen.

Dieser Kontakt funktioniert auch nach einem Kaiserschnitt. Dein Baby kann schräg auf deinem Bauch liegen, sodass die Naht nicht belastet wird. Oder dein Partner bzw. deine Partnerin übernimmt den Hautkontakt, bis du bereit bist.

Dein Baby bleibt bei dir

In einer Babyfreundlichen Klinik ist dein Baby Tag und Nacht bei dir im Zimmer. Das nennt sich Rooming-in.

Warum ist das so wichtig? Weil du so die kleinen Zeichen deines Babys kennenlernen kannst - wann es Hunger hat, wann es müde ist, wann es einfach deine Nähe braucht. Und weil dein Baby sich bei dir am sichersten fühlt.

Keine Sorge: Das bedeutet nicht, dass du alles allein schaffen musst. Das Klinikteam ist für dich da und hilft dir, wann immer du Unterstützung brauchst.

Der Stillstart

Stillen ist von der Natur vorgesehen. Dein Körper bereitet sich schon in der Schwangerschaft darauf vor. Direkt nach der Geburt steht deinem Baby die erste Milch zur Verfügung: das Kolostrum. Es ist besonders wertvoll für das Immunsystem.

In einer Babyfreundlichen Klinik bekommst du Unterstützung beim Stillen - praktisch, geduldig und ohne Druck. Auch wenn du nicht stillen möchtest, wirst du liebevoll begleitet. Du kannst zum Beispiel Kolostrum geben und dir zeigen lassen, wie du die Flasche besonders nah und kuschelig geben kannst.

Was Babyfreundlich bedeutet

Babyfreundliche Kliniken sind nach einem weltweiten Standard von WHO und UNICEF zertifiziert. Sie arbeiten nach 10 bewährten Schritten, die sicherstellen, dass Familien von Anfang an bestmöglich begleitet werden.

In Deutschland gibt es über 100 zertifizierte Kliniken. Die Teams dort engagieren sich freiwillig für diesen Standard - weil sie überzeugt sind, dass der Anfang zählt.

Karte mit babyfreundlichen Kliniken in Deutschland Babyfreundliche Kliniken in Ihrer Nähe

Die 10 Schritte – Das Poster

Poster: Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen nach WHO und UNICEF
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Auch wenn es anders kommt

Nicht jede Geburt verläuft wie geplant. Vielleicht war es ein Kaiserschnitt, vielleicht kam dein Baby zu früh, vielleicht war es einfach anders, als du dir vorgestellt hast.

Das ist okay. In einer Babyfreundlichen Klinik bekommst du auch dann die Unterstützung, die du brauchst. Hautkontakt, Stillen, Nähe - all das ist auch unter besonderen Umständen möglich, und das Team hilft dir dabei.